In der heutigen Zeit muss alles schnell gehen. Der Termindruck ist gross und die Leistungsanforderungen werden immer höher gesteckt. Für eine gesunde Verpflegung bleibt oft wenig Zeit. Spitzensportler befolgen genaue Menüpläne, um im richtigen Moment in Topform zu sein. Ein Acht-Stunden-Arbeitstag verdient ebenso eine angepasste Ernährung.
Frühstück: Das Sprungbrett in den neuen Tag
Da über Nacht die Energievorräte weitgehend aufgebraucht werden, ist das Frühstück als erster Energielieferant sehr wichtig. Das Gehirn kann im Gegensatz zu den Muskeln kein Fett verbrennen und ist deshalb für seine Leistungsfähigkeit auf eine konstante Kohlenhydratzufuhr angewiesen. Kohlenhydrate finden wir als Blutzucker (Glucose) im Blut sowie als Glykogen in der Leber und in den Muskeln. Der Leberglykogenspeicher reicht für wenige Stunden Denkarbeit aus. Erfolgt dann kein Kohlenhydratnachschub, fällt der Blutzuckerspiegel ab, man fühlt sich müde, unkonzentriert und ist hungrig. Besonders tief ist der Blutzuckerspiegel nach dem Schlafen am Morgen früh. Die am Vorabend gegessenen Kohlenhydrate sind längst verdaut und abgebaut. Der Kohlenhydratspeicher der Leber ist leer und die Gehirnzellen verlangen Nachschub in Form von Glucose. Das Frühstück ist deshalb besonders wichtig für einen guten Start in den Tag. Zu empfehlen sind Müsli, Vollkornbrot, Obst, Fruchtsäfte. Morgenmuffel sollten zumindest ein warmes Getränk zu sich nehmen und ein belegtes Vollkornbrot zum Znüni einpacken.
Konstanter Blutzuckerspiegel
So wie ohne Benzin im Tank nichts läuft, braucht unser Körper für alle Körperfunktionen Kohlenhydrate. Der Bedarf richtet sich nach der Aktivität. Ein Bauarbeiter benötigt mehr als ein Büroangestellter. Doch nicht nur die verzehrte Menge, sondern die Qualität der Kohlenhydrate spielt für die Gesundheit eine bedeutende Rolle. Ein Anhaltspunkt zur Beurteilung der Kohlenhydrate ist der glykämische Index (GI oder Glyx). Er gibt an, wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und sättigen lange. Es wird dabei wenig Insulin ausgeschüttet. Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index hingegen lassen den Blutzuckerspiegel und die Insulinausschüttung rasant ansteigen, die Sättigung ist nur von kurzer Dauer, danach fällt der Blutzuckerspiegel auf einen tieferen Wert als vor dem Essen. Die Folge davon ist Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Leistungsabfall, eventuell schlechte Laune und das Auftreten von Heisshungerattacken. Zucker, Süssigkeiten, helles Brot, weisser Reis sowie gekochte und gebratene Kartoffeln haben beispielsweise einen hohen GI. Naturbelassene Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst hingegen haben einen eher tiefen GI. Wer acht Stunden lang fit sein möchte, sollte vor allem Lebensmittel mit einem tiefen GI über den Tag verteilt essen.
Höchstleistung mit Brainfood
Jede Art von Arbeit erfordert Denkarbeit. Brainfood ist eine clevere Art zu essen. Während der Arbeit will unser Gehirn ständig neue Energie, ohne dass der Körper mit schwerer Verdauungsarbeit belastet wird. Brainfood ist eigentlich nichts anderes als eine ausgewogene und vollwertige Mischkost. Wichtigster Energielieferant für unsere Denkzentrale sind Kohlenhydrate. Zum Speichern und schnellen Abrufen von Informationen im Gehirn werden Proteine benötigt. Vitamine sind hingegen für energieabhängige Prozesse im Gehirn und im Nervensystem verantwortlich. Ebenfalls einen großen Einfluss auf die mentale Fitness haben Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Jod.

