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Ferien mit Kindern

Sollen sich Kinder in den Ferien den Wünschen der Erwachsenen unterordnen, oder müsste man den lieben Kleinen während der „schönsten Wochen des Jahres“ erlauben, uneingeschränkt freien Auslauf zu geniessen? Am besten bringt man beides unter einen Hut.

 

Kinder – gleichgültig welchen Alters – verstehen unter „Erholung“ etwas anderes als abgearbeitete Erwachsene, die sich durch eine Flucht in die Ferien noch knapp vor einem Burn-out retten können. Kinder wollen nicht einfach „sitzen und ruhen“, sondern sich bewegen und spannende Dinge erleben. In den Ferien erst recht. „Generationenkonflikte“ können während der Urlaubszeit deshalb sehr leicht vorkommen. Müssen aber nicht. Um die Klippen zu umschiffen, sollten bloss ein paar Dinge im Auge behalten werden.

Die Checkliste
Besonders Familien mit Kindern tun gut daran, in der Schublade oder im Computer eine Liste jener Gegenstände aufzubewahren, die auf jede grössere Reise mitgenommen werden müssen – von der Zahnbürste bis zum Nuggi. Ein rechtzeitiger Blick auf diese Checkliste verhindert, dass die Ferienhungrigen erst im Zug oder auf der Südseite des Gotthards feststellen, dass der Fussball noch zuhause liegt, die Lieblingspuppe im Kinderzimmer und die Reisepässe in der Kommode zurückgeblieben sind. Solche Versäumnisse und die damit unweigerlich verbundenen Schuldzuweisungen stören den Familienfrieden nämlich ungemein und sind der guten Erholung von Anfang an abträglich.

Das Verkehrsmittel
Gewiss, man könnte in der Nachbargemeinde „Ferien auf dem Bauernhof“ machen oder die heimatliche Umgebung mit Wanderschuhen durchstreifen, aber die meisten Menschen haben das Bedürfnis, während der Ferien in die „weite Welt hinaus“ zu ziehen. Dazu braucht man ein Fortbewegungsmittel. Einem Ehepaar im Ruhestand sind dabei höchstens finanzielle Grenzen gesetzt: Es könnte auf einem Ozeanriesen die Weltmeere durchkreuzen, mit der Transsibirischen Eisenbahn bis zur mongolischen Grenze fahren oder mit dem Auto den afrikanischen Kontinent durchqueren. Solche Reisen sind in Anwesenheit von Kindern allerdings weniger zu empfehlen, fragen diese doch jeweils schon bei Kilometer 10: „Sind wir bald da?“ Wenn die Antwort lautet: „Fragt mich in fünf Stunden wieder, dann werden wir die Hälfte geschafft haben“, drückt dies unweigerlich auf die Stimmung.

Manchmal haben die Erwachsenen Glück, indem die Kinder bald einschlafen und erst 500 km weiter südlich wieder erwachen, oder indem sie ein Spiel entdecken, das sie in Beschlag nimmt. Grundsätzlich aber gilt: Bei Autofahrten sollte ungefähr alle zwei Stunden eine Pause eingelegt werden. Ist das Reiseziel noch weit entfernt, könnte die Fahrt durch eine Nacht im Hotel unterbrochen werden. Oder man übernachtet im eigenen Auto. Die Erwachsenen müssen am nächsten Morgen eventuell ihre Knochen einzeln unter den Autositzen hervorsuchen, doch grössere Kinder werden ihren Kollegen noch nach Jahren erzählen, wie toll es gewesen sei, im Auto zu schlafen, ohne sich die Zähne putzen zu müssen.

Schwieriger wird es, die Fahrt zu unterbrechen, wenn man mit der Eisenbahn reist. Lokomotivführer haben meist kein Verständnis, wenn man sie bittet, den Zug auf offener Strecke für eine Weile anzuhalten. Dafür ist die Bewegungsfreiheit im Zug – sofern nicht voll besetzt – grösser als im Auto: Man kann herumgehen, das Abteil wechseln, den Speisewagen besuchen, Spiele machen usw., so dass die Zeit schnell vorbei geht.

Das Ferienziel
„Ans Meer oder in die Berge?“ lautet bei vielen die Standardfrage. Von Vorteil wäre es, darüber hinaus zu fragen: „Was hat die Gegend sonst noch zu bieten, ausser Sonne, Sand oder Alpenrosen?“ Wir sagten es schon: Eltern müssen damit rechnen, dass die Kinder ihnen nicht die Musse gönnen, in den Ferien dicke Bücher zu lesen oder stundenlang vor sich hin zu dösen. Umgekehrt wäre es von den Eltern etwas zu viel verlangt, tagelang nichts anderes zu tun als Sandburgen zu bauen oder auf dem Kinderspielplatz Däumchen zu drehen. Ideal sind deshalb Ferienorte, in denen es Dinge zu sehen und zu erleben gibt, die Gross UND Klein interessieren: Grotten und Höhlen, Ruinen und Schlösser, Aquarien und Museen, Spielplätze und Badestrände. So kommen alle Familienmitglieder auf die Rechnung. Für die Eltern kommt die „Ruhe“ wahrscheinlich zu kurz, aber eine Erholung vom Alltagsstress wird sich trotzdem einstellen. Und: Früh genug kommen die Jahre, dass die Kinder erwachsen werden und allein verreisen wollen. So hat jede Zeit ihr Gutes.

Nicht vergessen sollten Sie aber Ihre Versichertenkarte mit der Notfallnummer, bei der Ihnen rund um die Uhr geholfen wird. Sie gilt zudem als Versicherungsnachweis in EU- oder EFTA-Staaten. Die Karte können Sie bei Ihrer CONCORDIA beziehen.
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