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Medienmitteilung

Die CONCORDIA zahlt einmalig 8 Millionen Franken an ihre Versicherten aus

Der Kranken- und Unfallversicherer CONCORDIA ist seit jeher unter dem Dach eines nichtprofitorientierten Vereins organisiert. Mitglieder des Vereins sind die Versicherten; ihnen gehört also die CONCORDIA. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs wird die CONCORDIA einmalig 8 Mio. Franken aus den Reserven an ihre Grundversicherten in Liechtenstein auszahlen.

Wer profitiert von dieser einmaligen Auszahlung?

Das Geld wird solidarisch an alle Kundinnen und Kunden in Liechtenstein ausbezahlt, die am 31. August 2018 bei der CONCORDIA in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung versichert sind. Alle Erwachsenen ab 21 Jahren erhalten 350 Franken und alle 17- bis 20-jährigen Jugendlichen erhalten 175 Franken. Für Kinder bis 16 Jahre gibt es keine einmalige Auszahlung, da diese von Prämie und Kostenbeteiligung befreit sind. Die Auszahlung erfolgt im zweiten Quartal 2019.

Die Reserven gehören den CONCORDIA-Versicherten und dienen als Auffangnetz

Allfällige Überschüsse am Ende eines Geschäftsjahres schreibt die CONCORDIA jeweils den Reserven gut. Diese werden ausschliesslich zur Deckung von Verlusten und zur Abfederung des Prämienanstiegs eingesetzt und kommen somit in jedem Fall den Versicherten zugute. Als Krankenversicherer ist die CONCORDIA verschiedenen Risiken ausgesetzt. Dazu gehören unter anderem ein unerwarteter Anstieg der Leistungskosten oder nicht vorhersehbare Verwerfungen an den Finanzmärkten. Auch auf ein Extremszenario wie beispielsweise eine Pandemie muss die CONCORDIA als grösster Krankenversicherer in Liechtenstein vorbereitet sein. Sie legt deshalb grossen Wert darauf, über ausreichend Reserven zu verfügen, um ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Versicherten auch bei einem ausserordentlich negativen Geschäftsgang nachkommen zu können. In der Schweiz erlaubt das schweizerische Aufsichtsgesetz KVAG seit 2016, dass Krankenversicherer ihren Kundinnen und Kunden einen Teil der Reserven zurückzahlen. Da die CONCORDIA finanziell gesund ist, hat sie diese Möglichkeit in der Schweiz sofort genutzt und seit 2017 jährlich Reserven an die Versicherten ausbezahlt. In Liechtenstein fehlt die gesetzliche Grundlage für den Mechanismus einer Auszahlung aus den Reserven. Die CONCORDIA verfügt jedoch auch in Liechtenstein über genügend Reserven und hat deshalb dem Amt für Gesundheit einen entsprechenden Antrag gestellt.

Es braucht mehr Reserven als per Gesetz gefordert

Der relative Bedarf an Reserven ist in Liechtenstein aufgrund der vergleichsweise kleinen Zahl der Versicherten und der Unsicherheiten im Leistungsgeschehen grösser als beispielsweise in der Schweiz. Aktuell werden von der gesetzlichen Verordnung in Liechtenstein Reserven in der Höhe von 15 % der Bruttoleistungen gefordert. Diese Zahl entspricht den Leistungskosten von weniger als 2 Monaten und ist unserer Einschätzung nach klar zu tief angesetzt. Um unseren Kundinnen und Kunden jederzeit finanzielle Sicherheit und Stabilität bieten zu können und um unnötige Schwankungen bei der Prämienhöhe zu vermeiden, müssen für das kleine Versichertenkollektiv in Liechtenstein mehr Reserven beiseitegelegt werden als rechtlich verlangt.

Kontakt: Michael Hasler, Leiter der Landesvertretung Liechtenstein, Mitglied der Direktion +423 235 09 09, michael.hasler@concordia.li

CONCORDIA Landesvertretung Liechtenstein, Austrasse 27, 9490 Vaduz www.concordia.li